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Auf der Suche nach dem Glück

Oder: Wie können mich mein Körper und mein Geist dabei unterstützen in meiner natürlichen Kraft und Freude zu sein



Unser Geist ist genial. Er kann denken, analysieren, planen, bewerten, kategorisieren, strukturieren. Er kann uns helfen Ordnung und Ruhe in unser Leben zu bringen. Sein größtes Anliegen ist es, Lösungen für die Herausforderungen in unserem Leben zu finden, so dass wir möglichst energiesparend und kohärent durch unsere Tage gehen können.


Nun passiert es aber manchmal, dass der Geist auf Grund von Erfahrungen, zum Teil auch schon sehr früh in unserer Kindheit, Lösungen findet, die nicht nachhaltig günstig sind. Das können Anpassungsstrategien, Ablenkungen, kurzfristige Belohnungen sein, die uns langfristig nicht guttun und uns gefangen halten in Mustern, die uns, unsere Kraft und unser Glück ausbremsen.


Jedes Kind kommt grundsätzlich mit einer wohlwollenden, liebenden Haltung zur Welt und möchte alles dafür tun, dass die Menschen in seiner Gemeinschaft – sprich in der Familie und in seinem näheren Umfeld, kraftvoll und glücklich sind. Das gewährleistet nämlich auch, dass das Kind selbst gut groß werden kann und ist in diesem Sinne eine gute, energiesparende Lösung. Nur kann es auch hier passieren, dass ein Kind herausfindet, dass es sich anpassen und verbiegen muss, um den Erwartungen seiner Eltern und seines Umfeldes gerecht zu werden, um Anerkennung und Zugehörigkeit zu bekommen. Diese Gewohnheiten machen wir im Laufe der Zeit zu unserer Persönlichkeit und in unserem Geist zu programmierten Autobahnen. Einen Teil unserer Lebendigkeit und Entdecker*innen-Freude verlieren wir in diesem Prozess aber gerne unterwegs.


Jetzt sind wir erwachsen und unbewusst aktivieren sich immer noch diese inneren Bilder, die innere Haltung und wir tragen unsere verbogenen Anpassungsstrategien in unser Erwachsenenleben. Manche Strategien funktionieren in gewisser Weise auch immer noch. Wir erfüllen damit immer noch Erwartungen von anderen, obwohl das eigentlich auf diese Weise gar nicht mehr notwendig für unser Überleben wäre. Anerkennung und Zugehörigkeit suchen wir aber noch immer. Wir verzichten dabei auch wieder auf einen Teil unserer Lebendigkeit und Lebensfreude und funktionieren oftmals so dahin.


Aber irgendwann kommt vielleicht ein Moment, in dem sich diese Lebenshaltung nicht mehr stimmig anfühlt. Es taucht möglicherweise der Gedanke auf, da könnte doch noch mehr sein, wo ist denn meine Freude und meine Kraft hin? Wir beginnen zu suchen. So sind wir mehr oder weniger alle Suchende nach unserem Weg, nach unserem authentischen Ausdruck, nach den Lösungen, die uns nachhaltig guttun.


Wenn wir Glück haben, dürfen wir Erfahrungen erleben, die uns ein Aha-Erlebnis schenken und sich tief in uns verankern. Eine Erfahrung, die uns eine neue Lösung zeigt. So kann es zum Beispiel sein, dass ich es in einem schwierigen Gespräch, in dem ich normalerweise vielleicht der Harmonie wegen, meine eigenen Grenzen weit überschreite, schaffe offen und wertschätzend meinem Gegenüber zu bleiben und gleichzeitig auch gut für mich selbst zu sorgen und liebevoll eine Grenze zu setzen. Wenn mir das zum ersten Mal bewusst gelingt und ich merke, dass die liebevolle Haltung ein guter Humus für das Gespräch ist und es nicht gefährlich ist auch Grenzen zu setzen und für mich zu sorgen, dann breitet sich ein Gefühl von Stimmigkeit, vielleicht auch Erleichterung, Entspannung, Weite, Weichheit, Wärme und Freude aus. Wenn ich aufmerksam bin, beobachte und hinspüre, dann kann mir mein Körper zeigen, dass ich eine günstige Lösung gefunden habe.


Unser Geist führt uns manchmal hinters Licht und suggeriert uns im ersten Moment auch bei den ungünstigen Lösungen, dass wir eine gute Lösung gefunden haben. Unser Körper hingegen lügt nicht und wenn wir es schaffen in Verbindung mit dem Körper zu sein und uns wahrzunehmen, zu spüren, was im Körper in den verschiedenen Situationen passiert, haben wir einen wunderbaren, verlässlichen Weggefährten und Wegweiser.


Die gute Nachricht:  Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ich über die achtsame Beobachtung meines Körpers lernen kann, welche Rahmenbedingungen für ihn günstig sind, um sich stimmig, entspannt, weit, weich und wohlig zu fühlen. Unser Nervensystem spielt dabei auch eine wichtige Rolle. Schaffe ich ein Umfeld, in dem ich mich sicher und geborgen fühlen darf, wenn ich Plätze in meinem Leben finde, an denen Ruhe und Langsamkeit herrschen und ich mich niemand bewertet, wenn es Momente in meinem Leben gibt, in denen ich innehalten und mich ganz achtsam bewegen darf, dann kann sich der Teil des Nervensystems aktivieren, das für Entspannung und Regeneration zuständig ist. Das können von Menschen geschaffene Begegnungsorte sein oder einfach die Natur.


Dann findet unser Team Körper-Geist zu einer fruchtbaren Kooperation und kann ko-kreativ werden. Ist der Körper entspannt und weit, stimmig und wohlig, entspannt sich auch unser Geist und er muss nicht krampfhaft nach schnellen Lösungen suchen, sondern kann erleben, wie es sich anfühlt ganzheitlich zu denken und langfristig günstige Lösungen zu finden. Dabei kommen Lösungen heraus, die wieder besser zu unserem ursprünglichen Zustand, einer liebevollen Haltung und zu unseren wahren Bedürfnissen passen, wir werden neugieriger, mutiger und gestaltungsfreudiger. Unsere Kreativität und Lebensfreude steigen.


Das ist die Arbeit, die wir im Yoga Shiatsu Zentrum Meran jeden Tag kultivieren. Wir schaffen einen Ort, an dem Menschen sich sicher und geborgen fühlen und sich trauen dürfen, genauso da zu sein, wie sie sind und damit wohlwollende, liebevolle Begegnungen erleben. Wir nehmen Druck raus und fördern eine Gemeinschaft, die Menschen einlädt, motiviert und inspiriert sich selbst zu beobachten, zu spüren und neu zu entdecken und anderen Menschen mit derselben wohlwollenden Haltung zu begegnen, in Austausch zu sein und voneinander zu lernen.


Durch achtsame Bewegung, Körperübungen, Entspannungen und Meditation schaffen wir die Grundlage für einen entspannten und weiten Geist, der günstige und langfristige Lösungen für ein gutes Leben finden kann. Ein Leben voller Kraft und Freude.


Nächste Woche (ab dem 17. Juni) beginnt unser Sommerprogramm. Offene Achtsamkeits-Yoga-Stunden sind eine wundervolle Möglichkeit, um dir selbst wieder näher zu kommen, dich wieder mehr in deinen Bedürfnissen wahrzunehmen und zu spüren. Schritt für Schritt kannst du dich selbst begleiten hin zu mehr Bewusstsein,  entspannter Kraft und Freude. Wir halten dir dafür den Raum, geben Impulse und zeigen dir wertvolle Werkzeuge, die du dir mitnehmen kannst in deinen Alltag.


Hier kannst du dir einen Überblick über die offen Sommerstunden verschaffen. Melde dich gerne von Woche zu Woche zu deiner Lieblingseinheit an. Wir freuen uns auf dich!


Und hier geht’s zu unserer Website und dem gesamten Programm. Schau dich um, lass dich einladen und inspirieren und komm vorbei! www.yszm.it 


Herzliche Grüße

Martina


PS: Dieser Artikel ist inspiriert von Gerald Hüthers Ausbildung zum Potentialentfaltungscoach. Ich habe für mich einen Bogen von den Inhalten der Ausbildung zu unserer Arbeit im Yoga Shiatsu Zentrum Meran gespannt. Er spiegelt mein subjektives Verständnis der Zusammenhänge in diesem Moment und will keinen Anspruch auf objektive Wahrheit erheben.

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